Der Dezember in Deutschland war nicht allein durch Inhalte geprägt. Während saisonale Sehgewohnheiten das Engagement im gesamten Markt steigerten, prägten Veränderungen im Vertrieb und Plattform-Integrationen im Stillen, wie das Publikum auf Programme zugriff und diese entdeckte. Vor diesem Hintergrund konkurrierten festliche Veröffentlichungen, globale Franchises und lokale Titel in vernetzten TV-Umgebungen (Connected TV) um Aufmerksamkeit. Sichtbarkeit wurde dabei zunehmend zum Nebenprodukt weitreichender struktureller Verschiebungen. Der Bericht „Germany Streamer of the Month“ für Dezember untersucht, welche Streaming-Anbieter in diesem Umfeld am stärksten hervorgingen und wo sich die Dynamik im Hinblick auf das Jahr 2026 aufbaute.
Das Weihnachtsprogramm spielte seine gewohnte Rolle: Familienfreundliche Filme und saisonale Favoriten tauchten gleichermaßen bei öffentlich-rechtlichen Sendern und kommerziellen Streaming-Diensten auf. Titel aus der ZDF- und ARD-Mediathek standen neben saisonalen Veröffentlichungen globaler Streaming-Anbieter und prägten das gemeinsame Fernsehen im Dezember. Diese Platzierungen spiegelten einen vertrauten Dezember-Rhythmus wider – doch die Umsetzung variierte stark und beeinflusste, wie oft Titel in den Hauptnutzungszeiten auf der Benutzeroberfläche erschienen.
Gleichzeitig setzten sich globale Franchises und Premium-Veröffentlichungen gegen das saisonale Grundrauschen durch. Das finale Kapitel von „Stranger Things“ bescherte Netflix einen entscheidenden Moment zum Jahresende, während „F1: Der Film“ durch anhaltende Sichtbarkeit über mehrere Plattformen hinweg die Dynamik für Apple TV+ hochhielt. Parallel zu diesen Veröffentlichungen verringerten Partnerschaften zwischen großen Diensten die Hürden für die Zuschauer und gestalteten subtil neu, wie Premium-Inhalte in Deutschland gebündelt und abgerufen werden.
Lokale Relevanz blieb ebenso wichtig. Deutschsprachige Serien und im Inland produzierte Titel erhielten bei den wichtigsten Diensten eine erhöhte Präsenz. Dies unterstreicht, dass nationales Storytelling weiterhin ein Anker für das Nutzer-Engagement bleibt – selbst wenn globale Franchises die Schlagzeilen dominieren.
Jenseits der Inhalte sendete der Dezember klare Signale für die Zukunft des deutschen Marktes. Eine tiefere Integration von TV-Apps, erneute Maßnahmen gegen Piraterie und die frühe Expansion in FAST-Channels (Free Ad-supported Streaming TV) deuteten auf einen Markt hin, der aktiv neu definiert, wie Streaming reguliert, monetarisiert und bereitgestellt wird.
Welche Streamer konnten also Boden gutmachen, welche Titel setzten sich durch und wie beeinflusste Deutschlands Regulierungs- und Vertriebslandschaft die Ergebnisse im Dezember? Vollständige Rankings, Analysen auf Geräteebene und Marktentwicklungen finden Sie im Bericht „Germany Streamer of the Month“ für Dezember.

